Geschüttelt und gerührt
Frivole Provinz
Chantal hat einige Büstenheben
Die lassen ganz Neheim-Hüsten beben.

Bohrendes Elend
Wenn richtig schmerzt der Backenzahn,
läufst du auf einer Zackenbahn.

Minnesang I
Ich singe vor meiner Schönen Tür,
auf daß ich die Lust ihr mit Tönen schür’.
Minnesang II
Du weißt nicht, wie ich litt, Maid?
Ach, zeig ein wenig Mitleid!
Der Augenzeuge
Das Mädchen in dem Maxi dort
beging grad einen Taximord …!
Beschwerde
Ich glaub, ich krieg die Motten, Schuster!
Ein Lederschuh mit Schottenmuster?
Unter Göttern
Man hört im Olymp die Hebe nölen:
»Ich hab’ es mit den Nebenhöhlen!«
Tonkunst I
Rachmaninoff erklärte vollmundig:
»Ich finde nun mal Moll pfundig!«

Tonkunst III
Kommt Bruder Karl nach Wasserbillig,
Singt stets ihm Chore Basse er willig.
Highlander
Man sieht den Kilt der Gälen wehen,
Wenn sie den Häuptling wählen gehen.
Hessische Gastronomie
Entnervt fragt den Kellner der Tempelbauer
Wie lang das wohl noch mit dem Bembel dauer …
Der Finanzbeamte
Ich stunde heuer
Die Hundesteuer
Der Romantiker
Ich pack meinen Zossen am Zaum und reit’
Mit ihm davon durch Raum und Zeit.
Mutter auf Juist
Du kannst dich nicht mehr bewegen, Kind?
Das liegt bestimmt nur am Gegenwind.
Leerstellen
Den Lehrplan ziert nur noch schwüler Schund –
so leicht erklärt sich der Schülerschwund.
Aus der Renaissance
Der Lautenist sieht’s mit Vorbehalt
Wenn Ihr ihm in die Theorbe fallt!
Beim SecondHandler
Vermeiden Sie eiserne Restposten,
weil die im Nu wie die Pest rosten.

Schmerzhafte Einkehr
Es hat schon manche Lichtgestalt
Vor Schmerzen, wenn man sie sticht, gelallt.

Panne in Jaxthausen
Zwar war Herr Götz ein rauher Degen,
Doch rostet‘ er im Dauerregen.
Hausmittel
Ich setze mich in die Badewanne,
auf daß ich den Schmerz in der Wade banne.

Der Naturfreund
Wie schön, daß unter der Tannen Krone
ich bei vollen Kannen throne!

Der Philosoph
Beim Ausritt im Sturme hob’ en Schauer
vom Zossen Herrn Arthur Schopenhauer.

Im Schlafzimmer
Es heißt, daß unter der Steppdecke
bei uns gar mancher Depp stecke.
Tonkunst II
Nicht jeder hat bei Richard Strauss
auf Anhieb die richtige Strichart raus.
Erfahrungswerte
Der Arzt, bedacht auf des Kindes Wohl,
Erkennt als die Ursach‘ des Darmwindes: Kohl !
Für alte 68-er
Eh’r schriebe ich noch ein Manifest,
als daß ich meine Fanny mäst‘ !

Ausgewogen
Derweil den Tango die Schicken tanzen,
Haben beim Ländler die Dicken Chancen.

Verspieltes Mittelalter
Der Henker schwingt fröhlich sein Fallbeil
Und bietet den Kopf dann als Ball feil.

Aus der Redoute
Mit dir kommt’s bei der Annenpolka
zu ständig neuen Pannen, Olga.
Auf der Alm
Reich ma amoi des Brot, Senn –
Vom Enzian hab ich Sodbrenn’n,
