Schon als Kind G. Holst

Es hörte als Kind der Meister G. Holst
von seiner Nurse allzu häufig: Du sollst
dir jeden Tag dreimal die Zähne putzen,
beim Spielen dich nicht im Sande beschmutzen,
die Hosen nicht an den Rosen zerreißen,
die Bonbons fein lutschen, sie nicht zerbeißen,
die Füße abtreten, auch wenn sie dich schmerzen,
am Sonntag zur Kirchen mit freudigem Herzen,
den Löffelstiel nicht in die Ohren treiben,
die Nase nicht an der Manschette reiben,
den Kragen geschlossen und dein Wams …

So ging das seit Jahren, und so kam’s,
daß Holst sich schwor, sie an einem Tage
hinaufzuschießen zum Sternbild der Waage,
zumindest aber zum Neptun hinaus,
und gern noch weiter ins dritte Haus.

Friedfertig aber im Seelengrunde
dacht‘ er das nur bei geschlossenem Munde:
Der Boy mit so viel Musik im Blut
würgte hinab die begreifliche Wut
– ganz abgeseh’n davon, daß seine Nurse
ob ihres exzellenten Gehurse
ihn auch quite harshly gerüffelt hätte
für diesen ungezog’nen Schwur, ich wette! –
Er nahm sich Papier und pfiff vor sich hin,
er ordnete, fügte, schuf tieferen Sinn
und schrieb sich die Flugbahn der Nurse von der Seele
samt all ihren Rules, auf daß er sich stähle,
wie’s außer ihm alle children täten:
So aber entstanden die Planeten

Da sage noch einer, ein Werk des Protestes
hätte nichts Gutes an sich! – Vergeßt es!
Das Training der Kindheit, o niemanden sturse:
gepriesen sei’n Nanny und Mommy und Nurse!