Was einstmals wir mit Vergnügen thaten,
Ist längst zu Wettkämpfen mißraten:
Wir können nicht einfach mit Bällen spielen,
Wir müssen vielmehr auf Karacho zielen;
Beim Kochen, beim Backen und selbst beim Essen
Sind wir nur noch auf Tempo versessen.
Da fliegen Gewürze, da flattern Salate,
Da schießen wir Fast Food durch Apparate
Bestaunen die schwirrenden Pfannkuchen,
Wir lachen, wenn die Verlierer fluchen,
Hysterisch verlorene Eier suchen
Und bei der schlechtesten Punktzahl weinen …
Bei Lichte betrachtet, zwingen wir keinen
Von denen, die sich dort entblättern,
In jeden beliebigen Ring zu klettern,
Nur, um beim Streben nach Prominenz
Vor lüsternen Horden in ihre Grenz=
Bereiche und =Werte hineinzudringen,
Sich selbst hanswurstig ins Bild zu bringen –
Und emotional dabei strip zu teasen
Als sei’n dort die Wege zum Heile geweasen:
Es ist eines jeden eig’nes Begehren
Sich so nach der Nummer 1 zu verzehren,
Wenn Milch übergeht, das Dressing zu fade,
Die Sauce versüßt mit zuviel Marmelade,
So daß die Juroren, als ging’s um das Leben,
Persönlich beleidigt die Brauen heben,
Sich weigern, vom Braten auch nur zu nippen,
Das Ganze in den Mülleimer kippen …
Da wendet sich der ambulante Dichter
Und die erbaulichen Worte spricht er:
In allem und jedem nur Konkurrenten,
Nur Feinde seh’n – das wird böse enden.
