Ausgelassen tanzen die Grieben
Einen Tango in der Pfanne –
Nicht, weil sie den Tango lieben,
Sondern weil die fettige Wanne
Eine höllische Hitze verbreitet,
Die die kleinen Streifen
Zu wilden Sprüngen verleitet,
Ohne daß diese den Drang begreifen.
Sie hüpfen, so scheint es, vergnügt und munter
Mit fröhlichem Prasseln rauf und runter
In unerhört knackigen Synkopen.
Selbst eingefleischte Misanthropen
Zeigen ein unverhohlenes Schmunzeln,
Während sich die Grieben runzeln,
Uns zu amüsieren,
Ihre Form verlieren
Und zu unsern Witzen
Fett und Kruste schwitzen.
Den Menschenfreund und Philosophen
Schmerzt der Tanz am heißen Ofen
So, daß er verstohlen weint,
Denn das, was uns zum Lachen reizt,
Ist oft als boshafte Folter gemeint
Und unterschwellig aufgeheizt.
Man weiß es nie. Das ist das Manko
Bei Menschen, Grieben und beim Tango.
